
Erinnerst du dich noch an den Sommer 1967? Überall im Radio hörte man diesen einen Song. Er war sanft, er war verträumt und er fühlte sich an wie ein Versprechen auf Freiheit. Scott McKenzie landete mit San Francisco einen absoluten Welthit. Auch bei uns in Deutschland wurde das Lied zur Hymne einer ganzen Generation. Überall in den Städten, von Hamburg bis München, trugen junge Leute Blumen im Haar und träumten von einer besseren Welt. Der Song schoss sofort auf Platz eins der Charts und blieb dort wochenlang. Für viele von uns war es der Soundtrack zum Aufbruch in eine neue Zeit.
Doch wer war eigentlich dieser Mann mit der sanften Stimme? Scott McKenzie war kein typischer Star, der die großen Skandale suchte. Er war ein Wanderer zwischen den Welten. Sein Hit San Francisco machte ihn über Nacht weltberühmt. Dennoch blieb er immer ein wenig rätselhaft. Die Geschichte hinter dem Song ist fast schon ein kleines Märchen. Geschrieben wurde das Stück von John Phillips von The Mamas and the Papas. Er wollte damit eigentlich nur für das legendäre Monterey Pop Festival werben. Scott McKenzie lieh dem Lied seine unverkennbare Stimme. Er ahnte damals sicher nicht, dass er damit ein Denkmal für die Ewigkeit schaffen würde.
Wenn wir heute an diese Zeit zurückdenken, haben wir sofort die Bilder im Kopf. Wir sehen das flackernde Licht des Fernsehers, wenn Dieter Thomas Heck in der ZDF-Hitparade die großen Stars ankündigte. Wir erinnern uns an den Geruch von Schallplatten, wenn wir nachmittags in der Bravo blätterten. Es war die Ära, in der wir uns unsere Musik noch bewusst auf dem Plattenspieler anhörten. San Francisco lief in jeder Jukebox und auf jeder Party. Der Song von Scott McKenzie war der rote Faden, der uns alle verband, egal ob wir im Ruhrgebiet oder in den kleineren Städten im Süden lebten.
Natürlich gab es hinter den Kulissen auch die Schattenseiten. Der schnelle Ruhm forderte seinen Tribut. Scott McKenzie selbst zog sich später weitgehend aus dem Rampenlicht zurück. Er wollte nicht das typische Schicksal eines Popstars teilen, der an seinem Erfolg zerbricht. Diese Bescheidenheit macht ihn für uns heute nur noch sympathischer. Er blieb sich treu, auch wenn der Druck der Musikindustrie oft erdrückend war. Es ist diese menschliche Seite, die den Mythos um seine Person erst richtig spannend macht. Wir blicken heute mit einer Mischung aus Wehmut und Dankbarkeit zurück.
Schließt du manchmal die Augen und hörst den ersten Akkord? Dann bist du sofort wieder jung. Die Welt schien damals grenzenlos. Es war die Zeit vor dem Mauerfall und vor der digitalen Überflutung. Musik war etwas Besonderes. Sie war unser Anker im Alltag. Scott McKenzie hat uns mit San Francisco ein Gefühl geschenkt, das niemals ganz verblasst. Es ist die Sehnsucht nach einem Sommer, der niemals enden sollte. Lass uns diesen Moment heute gemeinsam feiern und uns an einen Song erinnern, der die Welt ein kleines Stück heller gemacht hat.